St. Andreas Kirchengemeinde Ashausen

Sonnenblumen


08. Mai

Quelle: MR
Hallo liebes Kirchenteam! Wir haben unsere Sonnenblumen gepflanzt, und warten gespannt wann etwas zu sehen ist! Viele Grüße von Felia und Pauline

Ashausen, zum 1. Mai 2020

Quelle: A. Kleinschmidt

Hallo !

Vielen Dank möchte ich auf diesem Wege allen sagen, die diesen Strauch mit Ostereiern geschmückt, die Ostersteine gemalt und ausgelegt oder einen Straßensegen auf die Straße geschrieben haben.
Ich habe mich sehr darüber gefreut und viele andere auch.
Ich hoffe, dir geht es gut und deiner Familie auch! Hast du Langeweile und vermisst deine Freunde und Freundinnen? Dann freust du dich vielleicht über die Geschichte, die ich dir heute schicke.

Das Geheimnis der Sonnenblumen

von Marianne Golitz

Im Garten vor Jonas Haus blühten seit einigen Tagen fünf Sonnenblumen. „Jede Sonnenblume hat ein Geheimnis”, sagte seine Mutter. „Ich bin gespannt, ob du es entdeckst.” Oft stand Jonas nun im Garten und schaute die Sonnenblumen an. Er betastete ihre Blätter und entdeckte, dass sie ganz rau waren. „Nein”, sagte die Mutter, „das ist nicht ihr Geheimnis.” Später holte er sich einen alten Stuhl, stellte ihn genau unter eine Sonnenblume, kletterte drauf und schaute in den Blütenkelch. Dabei entdeckte er, dass die Sonnenblume aus vielen kleinen Blüten besteht. „Das ist's!” dachte er und lief zu seiner Mutter. „Ich hab das Geheimnis der Sonnenblume entdeckt!” Aber wieder schüttelte sie den Kopf. Am nächsten Tag nach der Schule konnte Jonas es gar nicht erwarten nach Hause zu kommen. „Ich muss es heute rauskriegen, das Geheimnis”, sagte er sich. Dass es regnete, merkte er gar nicht. Dann stand er vor den Sonnenblumen. Die anderen Blumen rings umher hatten alle ihre Blüten geschlossen, um sich vor dem Regen zu schützen. Jonas schaute in die Blüte einer Sonnenblume und erkannte ihr Geheimnis: Ihre Blüte war weit geöffnet und der Sonne, die hinter den Wolken verborgen war, zugewandt. Die Sonnenblume strahlte ihn an, als wollte sie sagen: Lass dir vom Regen nicht die Laune verderben. Auch bei Regen scheint die Sonne, nur du siehst sie nicht. Und auf einmal wurde Jonas ganz fröhlich. „Ich hab's”, rief er voller Freude und stürmte zu seiner Mutter. „Sie bleibt immer offen, auch bei Regen. Sie strahlt jeden an, der sie anschaut, den Fröhlichen und den Traurigen. Das ist so, als wollte sie sagen: Vergiss nicht, es scheint dennoch die Sonne.” „Ja”, sagte seine Mutter, „jetzt weißt du das Geheimnis der Sonnenblume und unser Geheimnis.” „Wieso unser Geheimnis?”, fragte Jonas erstaunt. „Was du eben mit der Sonnenblume erlebt hast, erleben wir Menschen jeden Tag mit Gott. Er schaut uns an und hat uns lieb. Er ist immer für uns da. Auch dann, wenn es regnet, und dann, wenn wir traurig sind. Das ist unser Geheimnis!”
Wenn du die Samen aus diesem Brief einpflanzt, kannst du bald selbst das Geheimnis beobachten. Es wird etwas dauern, bis es soweit ist, aber Geduld müssen wir im Moment ja ohnehin üben. Mach doch Fotos von deiner Pflanze und schicke sie mir oder direkt an website@ashausen.de. Dann können wir zusammen schauen, wie deine Pflanze wächst.

Und während sie das tut, schreibe mir, was dir in der Zeit, in der du zu Hause bleiben musst am meisten fehlt und worauf du dich jetzt am meisten freust. Wenn du damit einverstanden bist, veröffentlichen wir deinen Text im nächsten Gemeindebrief, wenn du ihn mir bis zum 6. Mai schickst.

Nicht nur viele Kinder langweilen sich im Moment und vermissen andere. Das geht vor allem denen so, die allein oder im Altenheim leben. Sie sehen kaum andere Menschen und freuen sich über Grüße und Aufmerksamkeiten.

Deshalb meine Bitte:Male oder bastele eine Sonnenblume, schreib ein Gedicht oder eine Geschichte, und schicke sie mir, damit ich sie weiter geben kann an einen einsamen Menschen, der sich darüber freut.Und deine Großeltern freuen sich bestimmt auch über Post von dir.