St. Andreas Kirchengemeinde Ashausen

Über die Reise nach Jordanien


Unser erster Tag in Jordanien

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir am ersten Tag unserer Reise Amman erkundet.
Nach einem Besuch der König-Abdullah-Moschee konnten wir einen koptischen Gottesdienst erleben. Auf dem Zitadellenhügel erhielten wir einen Überblick über die Geschichte der Stadt, bevor wir dann auf den Märkten Gewürze, Obst und andere Kostbarkeiten bestaunen konnten. Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch bei der Deutschen lutherischen Gemeinde.
Wir grüßen euch und freuen uns auf das, was uns morgen erwartet.
Anja Kleinschmidt

Im koptischen Gottesdienst

Quelle: AK

Am Jabbok ...

Quelle: AK
... erinnern wir uns an Jakobs Kampf mit Gott

Das Wadi Mujib ...

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... der jordanische Grand Canyon

Im Theater von Jerash ...

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... haben alle eine wunderbare Sicht und dank der ausgeklügelten Akustik konnten wir auch in der letzten Reihe gut verstehen, was vorne gesprochen wurde.

Auf dem Berg Nebo ...

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... erinnern wir uns an eigene Träume, die unerfüllt blieben, so wie Mose der Einzug ins verheißene Land verwehrt blieb und uns wegen des hiesigen Wetters der Blick dorthin.


Am Donnerstag ...

Quelle: AK
... sind wir konfrontiert mit einem dunklen Kapitel unserer Vergangenheit, als wir die Kreuzfahrerburg in Karak besichtigen.



Biblisches Land östlich des Jordans


- eine Gemeindegruppe aus Ashausen bereist Jordanien
Heute ist es kaum zu glauben, dass wir am 7. März noch frohgemut nach Jordanien aufgebrochen sind. Die Corona-Krise nahmen wir anfangs nur insofern wahr, dass im Bus und den Hotels sehr genau auf Handhygiene geachtet wurde. Was uns erwarten würde, als wir wieder nach Deutschland zurückkehrten, konnten wir da noch nicht ahnen.
Wir begannen unser Programm am zweiten Reisetag mit einem Besuch in der König-Abdullah-Moschee, wo unser Reiseleiter Wael Shaheen uns einen grundlegenden Überblick über den Islam gab. Direkt neben der Moschee steht die Kirche der Koptischen Gemeinde, die gerade zum Gottesdienst versammelt war. Wir nutzten die Gelegenheit einen Eindruck von einem Gottesdienst dieser alten orientalischen Kirche zu gewinnen.
Anschließend erhielten wir auf dem Zitadellenhügel eine Überblick über die Geschichte der Stadt und im bunten Treiben auf dem Bazar kosteten wir Süßes und Exotisches.
Ein Besuch in Jerash, dem antiken Gerasa, stand am Montag auf dem Programm und der Umzug ans Tote Meer. 420 m unter dem Meeresspiegel genossen wir das Bad in diesem einzigartigen Gewässer mit 33% Salzgehalt.
Von dort aus besuchten wir die Ruinen der Festung Machärus, wo nach Angaben von des Historikers Flavius Josephus der König Herodes Johannes den Täufer köpfen ließ. Die Stille auf diesem Hügel, der etwas abseits der großen Touristenströme im Land liegt, beeindruckte uns sehr. Von keiner Reisegruppe ausgelassen wird unser nächstes Ziel, die Mosaikenstadt Madaba mit der größten Mosaiksammlung der Welt und dem berühmtesten der Mosaike, die "Landkarte von Palästina" mit mehr als 2 Millionen Steinchen. In einer Mosaikwerkstatt konnten wir bewundern, wie die Mosaike hergestellt werden, die heute zum Kauf angeboten werden.
Den Abschluss an diesem Tag machte ein Besuch auf dem Berg Nebo, von dem aus Mose auf das verheißene Land gesehen haben soll. Zwar war Jerusalem im Dunst des Tages nicht zu sehen, doch von der Terrasse des Hotels am Abend waren die Lichter der Stadt zu erkennen.
Bethanien, wo der Propheten Elia in den Himmel aufgefahren sein soll und Jesus getauft wurde, war Ziel unseres nächsten Reisetages. Nach einem Gang durch das schattige Tamariskenstrüpp erinnerten wir uns mit einem Wasserkreuz auf der Stirn an unsere eigene Taufe. Dort am Jordan ist das israelische Ufer zum Greifen nah, an dem normalerweise geschäftiges Treiben herrscht, das jetzt aber mit Flatterband abgesperrt war. Ein beklemmender Eindruck.
Eine wunderbare Aussicht dagegen hatten wir im Wadi Mujib, dem "Grand Canyon Jordaniens", wo uns ein kräftiger Wind um die Nase blies. Während sich der Himmel zuzog und die Luft erfüllt war von ägyptischem Wüstensand, besuchten wir die Kreuzfahrerburg in Karak, die uns an ein dunkles Kapitel der Geschichte des Christentums erinnerte.
Am nächsten Tag besichtigten wir die Felsenstadt Petra, die Hauptstadt der Nabatäer, die diese im Wadi Musa verborgen vor möglichen Feinden in den Sandstein gehauen hatten. Die Beduinen, die heute noch dort mit Eseln, Kamelen und Pferden unterwegs sind, geben denen, die sie besuchen, eine Idee, wie sich das Leben vor 2000 Jahren abspielte, da wo sich die Karawanen trafen, die die Köngis- und die Weihrauchstraße entlang zogen.
Im luxuriösen Wüstencamp in Wadi Rum hatten wir dann Gelegenheit eigene Wüstenerfahrungen zu machen, mit Beduinen ins Gespräch zu kommen und deren Speisen zu kosten. Im Zarb, einem unterirdischen Ofen, wurden Fleisch, Reis und Gemüse zusammen mit Steinen und heißer Glut in einem Sandloch mehrere Stunden gegart, bis wir bestaunen konnten, wie die Köstlichkeiten wieder ausgegraben wurden.
Das Wadi Rum ist eine mondähnliche Halbwüstenlandschaft, die 2/3 des Landes Jordanien bedeckt. Sie war Drehort für verschiedene Filme wie "Laurence von Arabien", "Der Marsianer" und "Star Treck", in dem der jordanische König Abdullah selbst - als großer Fan der Serie - eine kleine Nebenrolle spielen durfte.
Den Abschluss der Reise bildete der Besuch von Aqaba, Jordaniens einziger Stadt am Roten Meer. Wer noch keine Gewürze, Nüsse oder andere Souvenirs erstanden hatte, hatte hier noch einmal Gelegenheit zum Bummeln und Feilschen.
Als wir dann am 15. März im Flugzeug von Amman nach Frankfurt saßen, ahnten wir erst, welches Glück wir hatten, dass wir die Reise so durchführen konnten, denn mit uns waren viele Gruppen unterwegs, die ihre Reise vorzeitig abbrechen mussten, da am folgenden Tag alle touristischen Stätten geschlossen wurden und die Ein- und Ausreise nicht mehr möglich war.
A.K.