Ostern als Upcycling des Lebens Jesu

Thu, 25 Mar 2021 11:12:23 +0000 von Alexander Schmidt

In diesen Tagen wird darum gerungen, wie wir Ostern feiern können, in den Kirchen und in unseren Familien. Der Frage, was wir an Ostern eigentlich feiern, sind die Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Kirchengemeinde Ashausen nachgegangen. Sie haben sich mit den letzten Stationen im Leben Jesu bis zu seinem Tod am Kreuz auseinandergesetzt und mit dem, was dann an Ostern geschah. Sie haben festgestellt, dass sein Leben von den damals Mächtigen als wertlos empfunden wurde, so dass diese meinten, er müsse weg. Seine Taten und Worte störten die bestehende Ordnung und seien nicht zu gebrauchen. Deshalb töteten sie ihn.

Dass es bei Gott kein wertloses Leben gibt, das feiern christliche Gemeinden an Ostern.
Gott schenkt dem Lebendigkeit, den die anderen für nutzlos hielten.

Die Jugendlichen haben diesen Gedanken mit Hilfe einer Upcycling Aktion ins Bild gesetzt.
Aus Dingen, die normalerweise in den Müll geworfen werden, haben sie etwas Neues gemacht. Sie haben Szenen des Passions- und Osterweges nachgebaut.
Auf einer Straße aus Kronkorken reitet Jesus in Jerusalem ein, um nach dem Abendmahl im Schuhkarten auf einer ausrangierten Teppichfliese, die den Garten Gethsemane darstellt, zu beten.
Ein altes T-Shirt dient als Vorhang, der im Tempel zerreißt, als Jesus stirbt.
Drei vertrocknete Klebestifte werden zu Jüngerinnen und eine leere Milchtüte zum Grab, über dem zwei Engel aus Korken schweben.

Die 20 Arbeiten sind nicht alle schön, so wie das Leiden Jesu sicher auch nicht schön anzusehen war. Aber sie sind eindrücklich und können in der täglich geöffneten St. Andreas Kirche im Duvendahl 2 in Ashausen angeschaut werden.

Anja Kleinschmidt
 Pastorin