Es fehlte nur die Kuh, die durch den Altarraum läuft

Tue, 06 Oct 2020 07:27:19 +0000 von Thomas Schmidt

Zwischen den Rinderställen auf dem Hof von Sandra und Daniel Bühring haben wir in diesem Jahr den Erntedankgottesdienst gefeiert. Die Familie hatte den Hofplatz aus diesem Anlass mit Strohballen, Kürbissen und Maiskolben geschmückt, so dass die Gottesdienstbesucher:innen ein zünftiges Ambiente vorfanden. Bereits am Tag zuvor hatte Jürgen Heitmann seine Backstube für einige Konfirmand:innen geöffnet, die an der Aktion „5000 Brote. Konfis backen Brot für die Welt“ teilnahmen. Sie warben im Gottesdienst für ein Projekt in Äthiopien, das Einheimischen und Geflüchteten dort, Ernährungssicherheit bringen soll. Anschließend gaben sie ihre Brote gegen Spende ab und freuten sich über 225,00 €, die sie für ihre Brote bekamen. Auch Jugendliche beteiligten sich mit einem Anspiel zu den Fridays for future – Aktionen. Pastorin Kleinschmidt spannte in ihrer Predigt einen Bogen von der biblischen Verheißung eines Landes, in dem die Menschen alles haben für ein Leben in Fülle, hin zu den Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft heute aufgrund der zunehmenden Wasserknappheit steht. Vor den etwa 140 Gottesdienstbesucher:innen sagte sie in ihrem Dank an die Gastgeber:innen: „Dass wir heute hier feiern können, ist für mich ein Hoffnungsbild, so wie der biblische Text damals ein Hoffnungsbild war für das in der Wüste durstende Volk Gottes. Die Aussicht auf dieses Fest, hat mich in den letzten Wochen beflügelt und dass wir jetzt tatsächlich alle hier sind, macht mich glücklich.“ Für den guten Ton sorgte „Wings of faith“, der Ashäuser Gospelchor, der die Gemeinde beim Choralgesang begleitete und auch mit dem Stück „Holy water“ das Thema des Gottesdienstes auf seine Weise aufnahm. Dieser Gottesdienst war mehr als eine Notlösung in Corona-Zeiten. Darüber war man sich anschließend einig und ein Gottesdienstbesucher schmunzelte: „Eigentlich habe ich nur darauf gewartet, dass gleich noch eine Kuh durchs Bild läuft.“
AK